Variantenmanagement in Inventor


Erst kürzlich sprach mich einer meiner LinkedIn Kontakte zum Thema Variantenmanagement an und das es schwer sei, hierzu genaue Informationen im Web zu finden.

Da es vermutlich nicht nur ihm so geht möchte ich hier gerne mein Wissen teilen um einen ersten Überblick in diese große Welt zu geben.

 

Jede Woche werde ich eines der Werkzeuge etwas genauer erklären, bis dieser Artikel vollständig ist.

Wer vorher schon mehr wissen möchte, kann uns natürlich gerne direkt kontaktieren.

 

 

Ziele des Variantenmanagements

Varientenkonstruktion und das entsprechende Variantemanagement hat zwei primäre Ziele:

 

  1. Neue Varianten sollen schnell erzeugt werden können
  2. Die Varianten müssen in all ihrer Komplexität übersichtlich und durchschaubar sein.
    • Das betrifft sowohl die Unterschiede der einzelnen Varianten
    • Welche Bauteile in verschiedenen Varianten verbaut sind (Änderungsauswirkungen)

Werkzeugübersicht

In Inventor haben wir nun mehrere Werkzeuge, die sich obendrein kombinieren lassen um gutes Variantenmanagement zu betreiben.

Diese Werkzeuge sind:

iParts

iParts sind die Urform der Variantenkonstruktion in Inventor.

Hierbei verwandeln sie ein Bauteil (ipt) mithilfe einer eingebetteten Variantentabelle in entsprechende Variantenbauteile.


Pro

  • Variantentabelle für Laien verständlich
  • Einfaches Einfügen in Baugruppen
  • Variantentabelle kann auf Zeichnung gelegt werden
  • mit iAssemblys kompatibel

Contra

  • Variantentabellen können schnell unübersichtlich werden
  • Bauteil sollte vor dem ersten Verbauen schon ein iPart sein
  • Featurebasierte Menüführung

Die Ursprüngliche Datei übernimmt hierbei die Steuerung und Kontrolle der Varianten.

In ihr werden alle Änderungen und Erweiterungen vorgenommen.

Die ursprüngliche Datei wird deshalb oftmals auch “Master” oder “Mutter” genannt. 

Dies wird auch gerne mit in den Dateinamen eingetragen, da man für das Einfügen einer Variante in einer Baugruppe einfach das Masterbauteil einfügt und dabei nach der genauen Variante gefragt wird.

Die Dateiablage und Erzeugung erfolgt automatisch.

Zu Beginn findet man nur die Master-Datei im Ordner. Erst wenn eine Variante wirklich verwendet wird, erzeugt Inventor einen Unterordner im Namen der Master-Datei und legt hier die Variante als ipt ab.

iAssemblys

iAssemblys sind, wie es der Name bereits vermuten lässt, Variantenkonstruktionen von Baugruppen.

Das Vorgehen ist analog des der iParts.

 

Mit Hilfe von iAssemblys lassen sich Abhängigkeiten steuern und einzelne Bauteile und Unterbaugruppen austauschen.

 

Man kann jedoch nicht direkt die Bauteile verändern. Hierzu benötigt man iParts, die über die Tabelle des iAssemblys ausgewählt werden können. 

Pro

  • Variantentabelle für Laien verständlich
  • Einfaches Einfügen in Baugruppen
  • Variantentabelle kann auf Zeichnung gelegt werden
  • Mit iParts kompatibel

Contra

  • Variantentabellen können schnell unübersichtlich werden
  • Baugruppen sollte vor dem ersten Verbauen schon ein iAssembly sein
  • unsaubere Stücklisten mit Anzahl “0”-Einträgen

iLogic / VBA

…folgen in Kürze

Abgeleitete Komponenten

…folgen in Kürze

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